Ein nachhaltiges Unternehmen werden

Back to the future: Nachhaltigkeit als Zukunftsperspektive für Ihr Unternehmen

Das Thema Klimawandel hat die Bewusstheit für Nachhaltigkeit in den letzten Jahren dramatisch erhöht. Auch wenn es noch nicht in allen Teilen der Bevölkerung angekommen ist, so ist doch allen Experten klar: die wirtschaftliche Entwicklung kann nur dann weiter gedeihen, wenn wir es schaffen dabei auf den Erhalt unserer Lebensgrundlagen zu achten. Die Zukunft beginnt jetzt.

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Dieses Wissen setzt inzwischen auch die Politik unter Druck und es ist abzusehen, dass zunehmend auch gesetzliche Regelungen durch Nachhaltigkeits-Aspekte geprägt sein werden. Aber lohnt es sich für Unternehmen, abzuwarten, bis es wirklich nicht mehr anders geht? Immer wieder erleben wir, dass uns Führungskräfte sagen: „wir haben es verpasst, wir haben den Anschluss an die Entwicklung verloren“. In der Elektromobilität, in der Energiebranche, selbst in der Landwirtschaft kann man beobachten, dass Deutschland enormen Nachholbedarf hat. Den Fehler des zu langen Wartens müssen wir nicht ständig wiederholen.

Viele Kunden wünschen sich bereits jetzt nachhaltigere Produkte und Dienstleistungen und dieser Trend wird zunehmen. Und Beschäftigte fragen zunehmend nach dem Sinn ihrer Arbeit. Für Mitarbeiter*innen kann ein ernsthaftes Engagement für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen sinnstiftend sein und einen Beitrag zu hören Commitment geben.


Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen fallen nicht vom Himmel. Entscheidend ist der Umgang mit Ressourcen und der Prozess, in welchen diese in Produkte und Dienstleistungen verwandelt werden.

Die systematische und gezielte Realisierung von Nachhaltigkeitspotenzialen erhöht langfristig die Wirtschaftlichkeit von Produktion und Dienstleistungen, motiviert die Belegschaft und hat deutlich positive Auswirkungen auf die Attraktivität des Unternehmens und seiner Produkte bzw. Dienstleistungen.

Was uns immer wieder auffällt ist, dass in vielen Unternehmen große Nachhaltigkeitspotenziale brachliegen. Diese Beobachtung war für uns Anlass, Unternehmen zu unterstützen, deren Entscheidungsträger*innen sich nicht von der Zukunft einholen lassen wollen, deren Nachhaltigkeitsstrategie aber noch wenig ausgereift ist.


Das Transition-Problem: Wie schaffen wir den Übergang zur Nachhaltigkeit, wenn das Wirtschaftssystem insgesamt, die gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Zustand der Gesellschaft immer noch Verschwendung belohnen? (Wie) können wir in unserem Unternehmen vorangehen – ohne uns kurzfristig zu schaden?

Die Wirtschaft der Zukunft wird nachhaltig sein, oder sie wird nicht mehr sein.

Viele Menschen – auch im Management von Unternehmen – haben begriffen, dass Nachhaltigkeit der Begriff für ein Wirtschaften ist, welches darauf ausgelegt ist, seine eigenen Grundlagen auf lange Sicht zu erhalten. Tatsächlich bedroht uns die nicht-Nachhaltigkeit des Wirtschaftens der vergangenen Jahrzehnte bereits jetzt in den Grundlagen unseres heutigen Wirtschaftens. Artensterben und Klimawandel, aber auch die Knappheit an bestimmten Rohstoffen, sind erste Zeichen dafür. Auch dies wird in vielen Unternehmen heute klar verstanden.

Das Problem ist: Unternehmenserfolg wird heute in Quartalszahlen gemessen. Die langjährige Zukunftsperspektive spielt dabei oft eine geringere Rolle (was zum Beispiel die deutsche Autoindustrie derzeit in höchste Bedrängnis bringt). In der Regel wird der Unternehmenserfolg ausschließlich in Geld bzw. Gewinn gemessen. Andere Kriterien sind (noch) nicht etabliert. Die derzeitigen Rahmenbedingungen bestrafen Nachhaltigkeit insofern, als nachhaltige Produktion teurer ist, nachhaltige Produkte und Dienstleistungen aber in vielen Bereichen nicht die nötige Nachfrage und den erforderlichen Mehrerlös erreichen. Unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen ist es also für Unternehmen äußerst schwierig, Nachhaltigkeit zu realisieren, ohne erhebliche Wettbewerbsnachteile zu erleiden. Hier greift das Prisoners Dilemma. Da aber der individuelle Erfolg von CEOs an der wirtschaftlichen Performance gemessen wird, stehen die Aspekte der Nachhaltigkeit immer hinten an.

  • Nachhaltigkeit gilt als nice-to-have: etwas, was man sich leisten können muss, was man nur berücksichtigen kann, wenn es einem wirtschaftlich hervorragend geht.
  • Nachhaltigkeit gilt als Marketinginstrument: wie kann ich mit möglichst geringen Kosten einen möglichst großen Eindruck von Nachhaltigkeit erzeugen und so konnten für mich gewinnen?
  • Nachhaltigkeit gilt als etwas, was man berücksichtigen kann, aber nicht muss (das Einzige, was ein Unternehmen gegenwärtig MUSS, ist Gewinn erwirtschaften).

Von der Zukunft her gesehen, sieht die Sache ganz anders aus: Aus dieser Perspektive ist letztlich Nachhaltigkeit das wichtigste, was ein Unternehmen berücksichtigen muss, weil eben diese Zukunft sonst in höchstem Maße gefährdet ist. Vielen Führungskräften und Entscheidungsträger*innen ist diese Erkenntnis auch völlig klar, weil sie evident und logisch ist. Nur findet sich diese Perspektive in keinster Weise in den gegenwärtigen Rahmenbedingungen.

Dieser Widerspruch ist schwer auszuhalten. Zum Glück gibt es gute Ansatzpunkte und es ist nicht notwendig, zu warten bis die Rahmenbedingungen eines Tages so gestaltet sein werden, dass Nachhaltigkeit zur zentralen Vorgabe auch in den gesetzlichen Rahmenbedingungen wird.


Der Zustand der Hemmung ist verständlich, da man sich bei der Thematik zunächst mit einem Berg von Fragen konfrontiert sieht:

  • Es gibt zahllose Ansatzpunkte – wo soll man beginnen?
  • Welche Nachhaltigkeitsoptionen werden von Kunden besonders positiv gesehen und unterstützt Akquise und Kundenbindung?
  • Welche Auswirkungen hat eine Nachhaltigkeitsstrategie auf Motivation und Commitment der Mitarbeiter*innen?
  • Wie sieht der Business Case für die verschiedenen Optionen aus?
  • Was ist im eigenen Unternehmen praktisch realisierbar und wie hoch ist der Arbeitsaufwand?
Fast jedes Unternehmen hat brachliegende Nachhaltigkeitspotentiale, die es zu entdecken und zu heben gilt.

Bevor man sich mit Detailfragen zur Realisierung einzelner Potenziale befasst, ist es entscheidend, die unterschiedlichen Motivationslagen in klare Ziele zu übersetzen, die die wirksamsten und am besten realisierbaren Nachhaltigkeitsthemen in den Blick nehmen und eine Strategie zu entwickeln, wie eine Umsetzungen praktisch und ökonomisch realisierbar ist.

Wir sind dabei Guides, Moderatoren und manchmal auch Geburtshelfer auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Unsere Leistung besteht im Wesentlichen darin, Ihren Weg zur Nachhaltigkeit nachhaltig zu gestalten.

Keine Strohfeuer, keine überfordernden Maßnahmen, sondern einen evolutionären Ansatz der klar in die Zukunft weist und genau zu Ihrem Unternehmen passt.


Nachhaltigkeit macht resilienter

Die Corona Pandemie 2020 (hier erfahren Sie mehr dazu) macht deutlich, dass eine einseitige Orientierung an Quartalsergebnissen zu Systemen führt, die nur eine geringe Widerstandsfähigkeit bzw. Resilienz aufweisen. Die Resilienz des gesamten Wirtschaftsystems ist gegenwärtig zu gering: die internationale Verflechtung der Lieferketten entlang einem Kostengradienten hat zu einer Abhängigkeit vom Funktionieren der chinesischen Wirtschaft geführt. Die Verknappung von Rohstoffen und die Einschränkung von Emissionen setzt ein Verfallsdatum für althergebrachte Produktionsweisen. Und nun zeigen die Auswirkungen des Coronavirus endgültig: die Wirtschaft muss resilienter werden. Dies gilt sowohl für das Wirtschaftssystem als Ganzes, wie auch für jedes einzelne Unternehmen.

Glücklicherweise sind Nachhaltigkeit und Resilienz enge „Geschwister„.


Unsere Beratung in Richtung zu mehr Nachhaltigkeit führt in aller Regel auch zu einer größeren Resilienz:

  • Regionale Verankerung und Vernetzung, in zumindest semi-autarken Strukturen
  • Aufbau tragfähiger und fairer Partnerschaften im internationalen Kontext
  • Nutzung nachwachsender Rohstoffe und erneuerbarer Energien
  • Langlebigkeit und Reparierbarkeit von Produkten
  • Langfristige Bindung eines Stamms von Mitarbeiter*innen mit hohem Commitment und intrinsischer Sinn-Motivation

Entfalten Sie neue Möglichkeiten. Wir beraten Sie gerne.


Die Nachhaltigkeits-Roadmap für Ihr Unternehmen

Nach einer intensiven Abstimmung mit Ihnen als Auftraggeber*in und ggf. weiteren Entscheidungsträger*innen, starten wir mit einem Kickoff-Workshop, in dem wir bereits einige Impulse setzen und einen Überblick über die Projektschritte geben.

In der Explorationsphase der Beratung gehen wir vor Ort in Ihr Unternehmen, führen Interviews, erfassen qualitative und quantitative Daten, leiten Fokusgruppen, optional auch Open Space Meetings. So erhalten wir einen ersten Eindruck von der Nachhaltigkeitskultur und den Potentialen Ihres Unternehmens. Wir orientieren uns dabei an der Gemeinwohl-Matrix, können darüber hinaus aber auch weitere, unternehmensspezifische Aspekte berücksichtigen.

Damit ist der Motivations- und Strategieworkshop vorbereitet, bei dem es um die Entwicklung handlungsleitender Ziele geht. Wir moderieren den Dialog der Entscheidungsträger*innen, um die verschiedenen Motivlagen transparent zu machen und zu integrieren. Dann folgt eine Phase der Strategie-Entwicklung und die Formulierung von realistischen Projektzielen.


Im Workshop „Zukunftsplan“ werden (u.a. mit Methoden aus der Zukunftswerkstatt) Ideen generiert, die die Strategie mit Leben füllen. Die Ideen werden priorisiert, konkretisiert und in einen Projektplan übersetzt. Letzterer bekommt noch einmal einen Reality-Check (keine Strohfeuer!).

Wir erarbeiten so den gesamten Realisierungspfad: Vision + Motivation + Ressourcen + Fähigkeiten + Aktionsplan = Wandel

Von Anfang an entwickeln wir eine interne und externe Kommunikationsstrategie nach dem Motto: Tue gutes, freue Dich darüber und lass andere davon wissen. Es ist von größter Bedeutung, dass das Thema Nachhaltigkeit aus der „das darf ich nicht mehr“-Ecke herauskommt und deutlich wird, dass der Erhalt der Lebensgrundlagen eine motivierende, erfreuliche, uns alle bereichernde Aufgabe ist.


Im Workshop Kommunikation und Marketing entwickeln wir eine Strategie wie Sie die Bemühungen Ihres Unternehmens intern und extern kommunizieren und so eine höhere Attraktivität für Kunden und Mitarbeiter*innen erreichen.

Von da aus gehen wir in die modulare Konzeption von priorisierten Themen und begleiten den Prozess weiter.

Dabei arbeiten wir mit Fachleuten Ihres Unternehmens die Umsetzungskonzepte zu einzelnen Nachhaltigkeitsthemen aus.

Wo spezifische fachliche Expertise notwendig ist, vermitteln wir diese.


Ebenso wichtig ist es, die Gelegenheit zu nutzen, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich in diesem Prozess mit ihren Ideen einbringen können. Change Management beginnt mit Beteiligung.

Themenfelder können beispielsweise sein:

  • Energieversorgung
  • Dienstreisen und Arbeitswege
  • Gestaltung der Produkte und Dienstleistungen Ihres Unternehmens
  • Lieferkette, Rohstoffe und Vorprodukte
  • Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft
  • Fairness im Unternehmen
  • Fairness im Umgang mit Lieferanten und Kooperationspartnern
  • Weiterentwicklung der Führungskultur im Sinne von „Supportive Leadership“
  • Gestaltung eines gesunden und motivierenden Arbeitsfelds im Unternehmen (= Fehlzeiten-Prävention)
  • Finanzen und Unterstützungsprojekte

Die Projektarbeit ist in den meisten Themenbereichen agil angelegt und wird Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, den wir gerne weiter begleiten.


Hintergrund: Die Gemeinwohl-Matrix

Die Gemeinwohl-Matrix ist ein Instrument der Gemeinwohl-Ökonomie, das verschiedene Felder der Nachhaltigkeit integriert. Sie macht u.a. die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen für Unternehmen greifbar. (Die 17 Nachhaltigkeitsziele sind auch als Sustainable Development Goals bzw. SDGs bekannt.)

Die Matrix ermöglicht ein Audit-Verfahren, kann aber auch als Experimentier- und Entwicklungsfeld auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit genutzt werden.

Als Müller & Mooseder Unternehmensberatung sind wir Mitglied beim Verein für Gemeinwohl-Ökonomie.

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