Fehlzeiten und Präsentismus

Fehlzeiten und Präsentismus

„Wir machen doch schon so viel – aber wir schaffen es einfach nicht, unsere Fehlzeiten zu reduzieren. Wir wissen nicht, woran es liegt.“
Diese oder ähnliche Aussagen hören wir immer öfter von Unternehmen.
Dabei kann es nicht darum gehen, Fehlzeiten zu unterdrücken, sondern vor allem, deren Ursachen zu beheben. Denn unnötige Fehlzeiten sind ein Indikator für Präsentismus und Motivationsverluste. Diese richten womöglich noch größeren wirtschaftlichen und persönlichen Schaden an. Ein ausschließlich verhaltensorientiert ausgerichtetes Betriebliches Gesundheitsmanagement führt nachweislich nicht zu nachhaltigen Erfolgen, auch wenn es noch so viele tolle Angebote umfasst. BGM ist eine wunderbare Sache – aber so lange es isoliert betrieben wird, löst es das Problem eben nicht.

Wir unterstützen Sie bei der ursachengerechten Transformation von Fehlzeiten und Präsentismus.

Unser Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, das Commitment ihrer Mitarbeiter zu fördern und eine gesunde Leistungskultur zu schaffen. Monokausale Ansätze reichen hierfür nicht aus. Wir haben daher eine fundierte Landkarte der Fehlzeiten-Ursachen entwickelt, die eine klare Diagnose ermöglicht und als Grundlage für eine zielgerichtete Strategie dienen kann.

Die gezielte Behebung von Ursachen für Absentismus führt nicht nur zu einer Reduktion der Fehlzeiten, sondern vor allem zu einer Verbesserung von Leistungsmotivation, Commitment und Betriebsklima. Ansätze zu einer bloßen Unterdrückung von Fehlzeiten bewirken demgegenüber gerade das Gegenteil.

Unser Leistungsangebot umfasst:

Strategie-Paket_Fehlzeiten - Mueller und Mooseder Unternehmensberatung

STUFe: Selbsteinschätzungs-Tool zur Ermittlung der Ursachen für Fehlzeiten & Präsentismus

Damit Sie gleich anfangen können, haben wir für Sie wichtige Elemente unserer Landkarte der Fehlzeiten-Ursachen in einem Selbsteinschätzungs-Tool zusammengefasst. Das STUFe-Tool ist für Personaler, Führungskräfte und Akteure des Betrieblichen Gesundheitsmanagements gedacht, die ihr Wissen für die Selbsteinschätzung nutzen wollen. Sie können das STUFe-Tool verwenden, um ggf. noch vorhandene „blinde Flecken“ in Ihrer bisherigen Analyse der Fehlzeiten-Ursachen aufzudecken. Das gelingt erstaunlich gut, denn Menschen wissen mehr, als ihnen bewusst ist und mit geeigneten Fragen lässt sich dieses Wissen heben. Eine Besonderheit unseres Verfahrens ist, dass Sie die Gewichtung der Einflussfaktoren selbst anpassen können. So kann die Relevanz der Fehlzeiten-Treiber und Ressourcen in verschiedenen Unternehmenskulturen besser abgebildet werden.

Auf Basis einer systematischen Selbsteinschätzung der Fehlzeiten-Situation mit dem vorhandenen (aber verborgenen) Wissen können Sie gezielt in den Dialog mit Mitarbeitern und Kollegen im Management gehen und geeignete Strategien entwickeln.

Die Paper-Pencil-Version von STUFe können Sie bei uns kostenlos und völlig unverbindlich per Email anfordern.

Strategie-Workshop: Fehlzeiten und Präsentismus nachhaltig reduzieren – Leistungspotentiale freisetzen

Wir führen einen ganztägigen Intensiv-Workshop durch, an dem Führungskräfte, Personaler und Akteure des Gesundheitsmanagements teilnehmen.

Inhalte:

  • Ursachen und Zusammenhänge von Fehlzeiten, Präsentismus und unerwünschter Fluktuation
  • Analyse relevanter Handlungsfelder in Ihrem Unternehmen
  • Realistische Ansatzpunkte für Verbesserungen
  • Projektentwicklung und Change Management 

Vorbereitung:

  • Wir stimmen uns telefonisch mit Ihnen als Initiator/in ab (Ausgangslagen, spezifische Ziele, Rahmenbedingungen im Unternehmen). 
  • Sie erhalten unser Selbsteinschätzungs-Tool STUFe in einer Excel-Version (ca. 10 Minuten Bearbeitungszeit)
  • Sie senden uns das von 1-10 Personen ausgefüllte Selbsteinschätzungs-Tool zu, wir erstellen eine zusammenfassende Auswertung.
  • Optional: Weitere vorbereitende Telefonate mit 2-3 von Ihnen ausgewählten Teilnehmern des Workshops.
  • Optional: Am Nachmittag vor dem Workshops stehen wir für einen Betriebsbesuch in den relevanten Bereichen zur Verfügung. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung hilft es uns bei der Moderation des Workshops, wenn wir wenigstens einen ersten Eindruck von den Arbeitsplätzen bekommen.

Ergebnisse:

  • Nach dem Workshop erhalten Sie eine Zusammenfassung der Ergebnisse mit Empfehlungen für das weitere Vorgehen:
  • Konsentierter Überblick über Fehlzeiten-Treiber und Ressourcen
  • Darstellung von Möglichkeiten zur vertiefenden Analyse in den relevanten Bereichen (die benötigten Tools stehen überwiegend kostenfrei zur Verfügung).
  • Strategie: 
    • Priorisierung der Handlungsfelder
    • Commitment der verantwortlichen Entscheider
    • Projekt-Beteiligte und Promotoren
    • Projektplan 
    • Information & Kommunikation mit hoher Beteiligung

Wir bieten den Strategie-Workshop Fehlzeiten incl. Auswertung der Selbsteinschätzungen mit STUFe und einer schriftlichen Zusammenfassung der Workshop-Ergebnisse mit konkreten Handlungsempfehlungen zu einem Pauschalpreis von 2490,- Euro zzgl. MwSt. und Reisekosten an.

Falls Sie nach Vorliegen der Ergebnisse weitere Beratungsleistungen benötigten, erstellen wir Ihnen gerne ein Angebot für die Konzeption und Umsetzung Ihrer Strategie an.

Vertiefende Analyse: So kommen Sie den Ursachen für hohe Fehlzeiten genauer auf die Spur.

Fragebogen-Verfahren

Um eine vollständige Übersicht der psychischen Gefährdungen und der Gesundheitssituation im Betrieb zu erhalten, bieten wir schriftliche Befragungen mit geeigneten Verfahren an, wie z.B. dem WAI (Workability Index) oder dem KFZA (Kurzfragebogen zur Arbeitsanalyse). Die Anwendung dieser Verfahren ist sinnvoll, weil damit ausgeschlossen wird, dass „blinde Flecken“ entstehen, z.B. durch Ausklammerung einzelner Bereiche. Außerdem sind diese Verfahren wissenschaftlich evaluiert.

Tiefere Erkenntnisse zur Situation in einzelnen Betriebsbereichen gewinnt man nur durch den direkten Dialog mit den Beschäftigten. Erst durch die intensive Einbindung der Mitarbeitenden wird deutlich, welche Veränderungen tatsächlich wirksam sein können. Der Strategie-Workshop zeigt zwar die Richtung, in der man weitergehen will und gibt auch viele konkrete Ansatzpunkte – aber der Weg muss natürlich erst einmal gegangen werden.

Fokusgruppen – so finden Sie die wirksamsten Maßnahmen gegen Fehlzeiten und Präsentismus

Eine von uns bevorzugte Methode ist die Arbeit mit Fokusgruppen.

Zu Fokusgruppen werden Mitarbeiter aus den verschiedenen Produktionsbereichen eingeladen, um gemeinsam, mit Hilfe einer professionellen systemischen Moderation herauszufinden, was die Ursachen für erhöhte Fehlzeiten sind – bzw. was die Bereiche „richtig“ machen, bei denen es besonders geringe Fehlzeiten gibt. Die systemische Moderation arbeitet mit Fragetechniken, die es erlauben, das soziale und strukturelle Ursachen- und Wirkungsgefüge zu erfassen, das am Ende zu hohen oder niedrigen Fehlzeiten führt. 

Die Arbeit mit Fokusgruppen liefert i.d.R. die Erkenntnisse, die eine Lösung der Problematik ermöglichen. Die Kunst bei der Leitung solcher Fokusgruppen besteht darin, aus diesen Runden kein „Jammertal“ werden zu lassen und auch nicht zuzulassen, dass Sündenböcke identifiziert werden. Ziel ist vielmehr, in einer konstruktiven, lösungsorientierten Atmosphäre nach Wegen zu suchen, die für Unternehmen und Mitarbeiter hilfreich sind. 

Unsere Erfahrung ist, dass dies gut gelingt. Der große Vorteil der Fokusgruppen gegenüber der Arbeit z.B. mit Fragebögen, ist der, dass keine Interpretationshürde besteht. Man muss sich nicht wieder von vorne fragen, was mit dem Ergebnis eigentlich gemeint ist, weil man dies unmittelbar im Dialog klären kann. Insofern ist diese Methode trotz des zunächst höheren Aufwands besonders effektiv.

Voraussetzung für die Durchführung dieses Ansatzes ist eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Geschäftsführung, Führungskräften, Betriebsräten.

Konzeption und Umsetzung geeigneter Maßnahmen

Mit der Erkenntnis von Chancen und Risiken ist es natürlich nicht getan: Letzlich geht es um die praxistaugliche Konzeption und Umsetzung von Maßnahmen, die zur Überwindung von Absentismus und Präsentismus führen. Wir unterstützen Sie dabei bedarfsgerecht (bei Klick öffnet sich ein zweites Fenster):

Massnahmen_zur_Reduktion_von_Fehlzeiten

Inhouse-Seminar: Fehlzeiten reduzieren und Präsentismus überwinden. Wege zu einer Stärkung von Leistungsmotivation und Commitment.

Falls Sie sich in Ihrem Betrieb zunächst einmal mit den wichtigsten Aspekten des Themas Fehlzeiten vertraut machen möchten, bieten wir Ihnen unser Inhouse-Seminar an.

Sie erhalten einen umfassenden Überblick über

  • Ursachen von Absentismus & Präsentismus,
  • Handlungsmöglichkeiten zur Überwindung von Hemmnissen für Leistung und Commitment,
  • Methoden für das Monitoring mit geeigneten KPIs,
  • Wege zur Umsetzung im Betrieb

Das Seminar ist die ideale Möglichkeit um Führungskräfte zu sensibilisieren und wichtige Kompetenzen zu vermitteln.

Unser Inhouse-Seminar kann auch als Auftakt für ein Projekt in Ihrem Unternehmen genutzt werden:
Die Teilnehmer sind sensibilisiert, erhalten das im Projekt benötigte Handwerkszeug und kennen die Erfolgsfaktoren.

Gerne passen wir die Inhalte an Ihre spezifischen Bedarfe an.

Einstieg

  • Vorstellungsrunde Teilnehmer und Unternehmen,
  • besondere Anliegen

Einführung ins Thema

  • Problemstellung und Ziel des Fehlzeitenmanagements
  • Landkarte für das Fehlzeitenmanagement
  • Was brauchen Menschen, damit sie langfristig motiviert arbeiten?
  • Welche Ursachen für Motivationsverluste führen zu unnötigen Fehlzeiten und Präsentismus?

Ansatzpunkte für Unternehmen

Die grundlegenden Ansatzpunkte für Unternehmen, um Leistungsbereitschaft und –fähigkeit langfristig zu erhalten

Analyse und Kennzahlen

  • Welche KPIs sind für das Monitoring von Fehlzeiten und Präsentismus geeignet?
  • Wo stehen wir im Vergleich mit anderen? Überblick über die Datenlage in verschiedenen Branchen.
  • Durchführung einer Selbsteinschätzung mit dem STUFe-Verfahren: Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.
  • Vorstellung von weiteren, vertiefenden Analyseverfahren:
  • Workability-Index (WAI)
    • Befragungen
    • KFZA
    • Fokusgruppen
    • Analyse ergänzende Parameter

Arbeitssituationen schädigungsfrei gestalten

  • Aufbau eines Ergonomie-Managements
  • Die Bedeutung vollständiger Arbeitsaufgaben

Arbeit als Motivator

  • Wie kann die Erfahrung von Selbstwirksamkeit bei der Arbeit erhalten und gefördert werden
  • Volitionsanalyse als Instrument zur systematischen Optimierung des Zusammenspiels von Mensch und Aufgabe
  • Wie können Arbeitssituationen auch bei ungünstigen Ausgangsbedingungen in der Produktion motivationserhaltend gestaltet werden?

Gesundheitsgerechte und motivierende Führung

  • Welche Rolle spielt die persönliche Führung für Fehlzeiten und Präsentismus? Was sind die Wirkfaktoren?
  • Grundhaltungen und Methoden ist gesundheitsgerechter Führung und wie man sie erlernen kann
  • Fehlzeitengespräche sinnvoll gestalten
  • Selbstführung
  • Gesundheitsgerechte Führung aus systemischer Sicht
  • Was zeichnet die Führungskultur im Unternehmen aus?
  • Welches Verhalten wird im Unternehmen aus subjektiver Sicht belohnt?
  • Wie kann gesundheitsgerechte Führung auch erfolgreiche Führung werden?

Schichtarbeit effizient, aber auch gesundheits- und sozialverträglich gestalten

  • Gesundheitliche und soziale Auswirkungen von Schichtarbeit
  • Besondere Risiken im Alter
  • Kriterien für ein gutes Schichtsystem
  • Beispiele für gesundheitsverträgliche Schichtsysteme
  • Optionen für die Ausgestaltung altersgerechter Schichtsysteme
  • Chancen und Risiken des Modells Dauernachtschicht
  • Wie können Flexibilisierungsanforderungen an Schichtsysteme mitarbeitergerecht umgesetzt werden?

Gestaltung des Ausfallmanagements

  • Praktische Organisation – das richtige Maß finden
  • Ausfallmanagement: Arbeitsanfall-Analyse, Planung, Steuerung, Regelung, Transparenz
  • Methoden, um Personalausfall zeitnah zu ersetzen Teamdynamik und Mitgestaltung der Mitarbeiter
  • Gestaltungsmöglichkeiten und Grenzen von Arbeitszeitkonten

Integriertes Gesundheitsmanagement

  • Vom Gesundheitstag zum integrierten Gesundheitsmanagement
  • Welches Angebotsspektrum ist wirksam?
  • Wie lässt sich der Erfolg von Gesundheitsmanagement messen?
  • Gesundheits-Netzwerk im Unternehmen

Projektentwicklung

  • Projektideen der Teilnehmenden
  • Strukturellen Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren
  • Szenario für die Entwicklung und Umsetzung eines wirksamen Fehlzeitenmanagements

Zum Download der Seminarbeschreibung bitte anklicken 

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