Mensch & Arbeit · Müller & Mooseder
Fehlzeiten reduzieren, Präsentismus überwinden
Ursachen beheben statt Fehlzeiten unterdrücken: mit unserer Landkarte der Fehlzeiten-Ursachen, vertiefender Analyse, Fokusgruppen, passenden Maßnahmen und einem Führungstraining Fehlzeiten.
Vom Symptom zur Ursache
- Diagnose Landkarte der Fehlzeiten-Ursachen, vorhandene Daten, Gespräche mit Entscheidern
- Vertiefende Analyse Fragebogen-Verfahren und Fokusgruppen mit Beschäftigten
- Maßnahmen und Training Gesundheit, Arbeitszeit, Arbeitsgestaltung, Führungstraining Fehlzeiten
Ziel: weniger unnötige Fehlzeiten – und mehr Leistungsmotivation, Commitment und ein besseres Betriebsklima.
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„Wir machen doch schon so viel – aber wir schaffen es einfach nicht, unsere Fehlzeiten zu reduzieren. Wir wissen nicht, woran es liegt.“ Diese oder ähnliche Aussagen hören wir immer öfter von Unternehmen. Wer Fehlzeiten reduzieren will, muss deren Ursachen beheben, statt sie zu unterdrücken. Denn unnötige Fehlzeiten sind ein Indikator für Präsentismus und Motivationsverluste – und diese richten womöglich noch größeren wirtschaftlichen und persönlichen Schaden an.
Kurz gesagt
Die Müller & Mooseder Unternehmensberatung, Dachau bei München, unterstützt Unternehmen bundesweit dabei, Fehlzeiten zu reduzieren und Präsentismus zu überwinden – indem die Ursachen behoben werden. Grundlage ist unsere Landkarte der Fehlzeiten-Ursachen. Zum Einstieg verschaffen wir uns mit Ihren Daten und im Gespräch mit Entscheiderinnen und Entscheidern einen Überblick; vertiefend arbeiten wir mit Fragebogen-Verfahren wie WAI und KFZA und vor allem mit Fokusgruppen. Danach konzipieren und begleiten wir Maßnahmen in Gesundheitsmanagement, Arbeitszeit, Arbeitsgestaltung und Führung – mit Inhouse-Seminaren und einem Führungstraining Fehlzeiten für Fehlzeiten- und Willkommensgespräche, BEM und Ausfallmanagement.
Inhalt
Unser Ansatz
Fehlzeiten reduzieren: Ursachen beheben statt unterdrücken
Ein ausschließlich verhaltensorientiert ausgerichtetes betriebliches Gesundheitsmanagement führt nachweislich nicht zu nachhaltigen Erfolgen, auch wenn es noch so viele tolle Angebote umfasst. BGM ist eine wunderbare Sache – aber solange es isoliert betrieben wird, löst es das Problem eben nicht.
Wir unterstützen Sie bei der ursachengerechten Transformation von Fehlzeiten und Präsentismus. Unser Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, das Commitment ihrer Mitarbeitenden zu fördern und eine gesunde Leistungskultur zu schaffen. Monokausale Ansätze reichen hierfür nicht aus. Wir haben daher eine fundierte Landkarte der Fehlzeiten-Ursachen entwickelt, die eine klare Diagnose ermöglicht und als Grundlage für eine zielgerichtete Strategie dienen kann.
Die gezielte Behebung von Ursachen für Absentismus führt nicht nur zu einer Reduktion der Fehlzeiten, sondern vor allem zu einer Verbesserung von Leistungsmotivation, Commitment und Betriebsklima. Ansätze zu einer bloßen Unterdrückung von Fehlzeiten bewirken demgegenüber gerade das Gegenteil.
Unser Leistungsangebot
Diagnose
Mit unserer Landkarte der Fehlzeiten-Ursachen, Ihren vorhandenen Daten und Gesprächen mit Entscheiderinnen und Entscheidern verschaffen wir uns einen ersten Überblick.
Vertiefende Analyse
Mit wissenschaftlich evaluierten Fragebogen-Verfahren und vor allem mit Fokusgruppen kommen wir den Ursachen genauer auf die Spur.
Beratung und Begleitung
Nachhaltige Beratung und Projektbegleitung in allen relevanten Handlungsfeldern – von der Analyse über die Konzeption bis zur Umsetzung.
Vertiefende Analyse
Vertiefende Analyse
So kommen Sie den Ursachen für hohe Fehlzeiten genauer auf die Spur.
Fragebogen-Verfahren
Um eine vollständige Übersicht der psychischen Gefährdungen und der Gesundheitssituation im Betrieb zu erhalten, bieten wir schriftliche Befragungen mit geeigneten Verfahren an, wie zum Beispiel dem WAI (Work Ability Index) oder dem KFZA (Kurzfragebogen zur Arbeitsanalyse). Die Anwendung dieser Verfahren ist sinnvoll, weil damit ausgeschlossen wird, dass „blinde Flecken“ entstehen, etwa durch Ausklammerung einzelner Bereiche. Außerdem sind diese Verfahren wissenschaftlich evaluiert. Die Beurteilung psychischer Belastung ist zudem Teil der gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz.
Tiefere Erkenntnisse zur Situation in einzelnen Betriebsbereichen gewinnt man nur durch den direkten Dialog mit den Beschäftigten. Erst durch die intensive Einbindung der Mitarbeitenden wird deutlich, welche Veränderungen tatsächlich wirksam sein können. Eine erste Diagnose zeigt zwar die Richtung, in der man weitergehen will, und gibt auch viele konkrete Ansatzpunkte – aber der Weg muss natürlich erst einmal gegangen werden.
Fokusgruppen – so finden Sie die wirksamsten Maßnahmen gegen Fehlzeiten und Präsentismus
Eine von uns bevorzugte Methode ist die Arbeit mit Fokusgruppen. Dazu werden Mitarbeitende aus den verschiedenen Produktionsbereichen eingeladen, um gemeinsam mit Hilfe einer professionellen systemischen Moderation herauszufinden, was die Ursachen für erhöhte Fehlzeiten sind – beziehungsweise was die Bereiche „richtig“ machen, in denen es besonders geringe Fehlzeiten gibt. Die systemische Moderation arbeitet mit Fragetechniken, die es erlauben, das soziale und strukturelle Ursachen- und Wirkungsgefüge zu erfassen, das am Ende zu hohen oder niedrigen Fehlzeiten führt.
Die Arbeit mit Fokusgruppen liefert in der Regel die Erkenntnisse, die eine Lösung der Problematik ermöglichen. Die Kunst bei der Leitung solcher Fokusgruppen besteht darin, aus diesen Runden kein „Jammertal“ werden zu lassen und auch nicht zuzulassen, dass „Sündenböcke“ identifiziert werden. Ziel ist vielmehr, in einer konstruktiven, lösungsorientierten Atmosphäre nach Wegen zu suchen, die für Unternehmen und Mitarbeitende hilfreich sind.
Unsere Erfahrung zeigt, dass dies gut gelingt. Der große Vorteil der Fokusgruppen gegenüber der Arbeit etwa mit Fragebögen ist, dass keine Interpretationshürde besteht. Man muss sich nicht wieder von vorn fragen, was mit dem Ergebnis eigentlich gemeint ist, weil man dies unmittelbar im Dialog klären kann. Insofern ist diese Methode trotz des zunächst höheren Aufwands besonders effektiv.
Voraussetzung für diesen Ansatz ist eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Geschäftsführung, Führungskräften und Betriebsrat.
Maßnahmen
Konzeption und Umsetzung geeigneter Maßnahmen
Mit der Erkenntnis von Chancen und Risiken ist es natürlich nicht getan: Letztlich geht es um die praxistaugliche Konzeption und Umsetzung von Maßnahmen, die zur Überwindung von Absentismus und Präsentismus führen. Wir unterstützen Sie dabei bedarfsgerecht:
- Gesundheit fördern: Beratung bei der Implementierung eines wirksamen, integrierten betrieblichen Gesundheitsmanagements.
- Arbeitszeit gestalten: Beratung bei der Optimierung des Arbeitszeitmanagements – mit der Perspektive Life-Balance und altersgerechter Schichtplangestaltung.
- Bindung und Sinn: Fast immer ist die Führungskultur ein wichtiger Faktor für die Steigerung von Arbeitsmotivation und Commitment. In unserem Training „Gesundheitsgerechte Führung“ entwickeln Führungskräfte neue Möglichkeiten, wie sie in ihrer täglichen Führungspraxis Gesundheit und Leistungsbereitschaft stärken können.
- Selbstwirksamkeit erleben: Nachhaltige Arbeitsgestaltung (Perspektive: Selbstwirksamkeit und Personalentwicklung) und Weiterentwicklung der Unternehmenskultur (Perspektive: Zugehörigkeit und Bindung).
Seminare
Seminare zum Thema „Fehlzeiten reduzieren und Präsentismus überwinden“
Wege zur Stärkung von Leistungsmotivation und Commitment
Falls Sie sich in Ihrem Betrieb zunächst einmal mit den wichtigsten Aspekten des Themas Fehlzeiten vertraut machen möchten, bieten wir Ihnen unser Inhouse-Seminar an. Zielgruppe sind die Personalabteilung, Führungskräfte sowie Entscheiderinnen und Entscheider. Auch die Teilnahme von Vertreterinnen und Vertretern des Betriebsrats kann sinnvoll sein. Sie erhalten einen umfassenden Überblick über
- Ursachen von Absentismus und Präsentismus,
- Handlungsmöglichkeiten zur Überwindung von Hemmnissen für Leistung und Commitment,
- Methoden für das Monitoring mit geeigneten KPIs und
- Wege zur Umsetzung im Betrieb.
Das Seminar ist die ideale Möglichkeit, Führungskräfte zu sensibilisieren und wichtige Kompetenzen zu vermitteln. Es kann auch als Auftakt für ein Projekt in Ihrem Unternehmen genutzt werden: Die Teilnehmenden sind sensibilisiert, erhalten das im Projekt benötigte Handwerkszeug und kennen die Erfolgsfaktoren. Gern passen wir die Inhalte an Ihre spezifischen Bedarfe an. Hier sehen Sie, wie ein Seminar zum Thema Fehlzeiten ablaufen kann:
Seminar: Fehlzeiten minimieren in der Produktion 4.0 – speziell für Produktionsbetriebe
Commitment steigern – Arbeitsfähigkeit erhalten und Gesundheitskultur stärken
- warum es in Ihrem Unternehmen zu Fehlzeiten kommt und wie Sie dagegen vorgehen
- mit welchen Maßnahmen Sie die Fehlzeiten in Ihrer Produktion senken
- wie Sie Schichtsysteme in der Produktion entlastend und effizient gestalten
- wie Sie zielorientierte Rückkehr- und Fehlzeitengespräche führen
- mit welchen Methoden Sie den Stress bei sich und Ihren Mitarbeitenden reduzieren
- welches die wesentlichen Elemente bei der Gestaltung eines Ausfallmanagements sind
- wie Sie mit dem richtigen Gesundheitsmanagement die Situation am Arbeitsplatz verbessern
Einstieg
- Vorstellungsrunde Teilnehmende und Unternehmen
- besondere Anliegen
Herausforderungen in der Produktion und Auswirkungen auf die Fehlzeiten
- Produktion – wo Planung auf die Wirklichkeit trifft. Was fertigen Sie?
- Lean Management und Lean Production – Bedeutung von hoher Flexibilität, niedrigen Produktionskosten, minimierten Beständen und optimaler Kundenzufriedenheit für die Mitarbeitenden
- typische Belastungen in der Produktion, insbesondere durch Digitalisierung
- Herausforderungen und Chancen durch Migration und demografische Entwicklung
- Veränderungen von Organisation und Führung
- Fazit – Problemstellung und Ziel des Fehlzeitenmanagements
Landkarte des Fehlzeitenmanagements und Ansatzpunkte für Unternehmen
- Was brauchen Menschen, damit sie langfristig motiviert arbeiten?
- Welche Ursachen für Motivationsverluste führen zu unnötigen Fehlzeiten und Präsentismus?
- Ansatzpunkte für Unternehmen, um Leistungsbereitschaft und -fähigkeit langfristig zu erhalten
Analyse und Kennzahlen
- geeignete KPIs für das Monitoring von Fehlzeiten und Präsentismus
- Wo stehen wir im Vergleich mit anderen?
- unterschiedliche Analyseverfahren: Work Ability Index (WAI), Befragungen, IMPULS-Verfahren, Fokusgruppen, Analyse ergänzender Parameter
Arbeitssituationen schädigungsfrei gestalten
- Basis – Risikobewusstsein und Unfallvermeidung
- Ergonomie – Screening-Methoden zur Arbeitsplatzbewertung
- die Bedeutung vollständiger Arbeitsaufgaben
- Arbeitsorganisation – Möglichkeiten der Veränderung im Rahmen der Digitalisierung
Arbeit als Motivator
- Wie kann die Erfahrung von Selbstwirksamkeit bei der Arbeit erhalten und gefördert werden?
- Volitionsanalyse als Instrument zur systematischen Optimierung
- Wie Arbeit unter ungünstigen Bedingungen in der Produktion motivationserhaltend ist
Supportive Leadership und gesundheitsgerechte Führung
- die Rolle persönlicher Führung und deren Wirkfaktoren für Fehlzeiten und Präsentismus
- Gesundheitsgerechte Führung aus systemischer Sicht: Voraussetzungen von Führung im Unternehmen
- Was zeichnet Führungskultur aus?
- Welche Führungsansätze sind erfolgversprechend, um Fehlzeiten zu reduzieren?
- Grundhaltungen und Methoden von Supportive Leadership und gesundheitsgerechter Führung
- Belastungssteuerung und Stressmanagement
- Fehlzeitengespräche sinnvoll gestalten
- Selbstführung
Veränderung in der Belegschaft – alle Gruppen einbinden
- Integration älterer und jüngerer Mitarbeitender
- Chancen und Herausforderungen der Migration
Schichtarbeit effizient, aber auch gesundheits- und sozialverträglich gestalten
- gesundheitliche und soziale Auswirkungen von Schichtarbeit
- besondere Risiken im Alter
- Kriterien für ein gutes Schichtsystem
- Beispiele für gesundheitsverträgliche Schichtsysteme
- Optionen für die Ausgestaltung altersgerechter Schichtsysteme
- Chancen und Risiken des Modells Dauernachtschicht
- Wie setzt man Flexibilisierungsanforderungen an Schichtsysteme mitarbeitergerecht um?
Gestaltung des Ausfallmanagements
- praktische Organisation – das richtige Maß finden
- Ausfallmanagement: Arbeitsanfall-Analyse, Planung, Steuerung, Regelung, Transparenz
- Methoden, um Personalausfall zeitnah zu ersetzen
- Teamdynamik und Mitgestaltung der Mitarbeitenden
- Gestaltungsmöglichkeiten und Grenzen von Arbeitszeitkonten
Integriertes Gesundheitsmanagement
- vom Gesundheitstag zum integrierten Gesundheitsmanagement
- Welches Angebotsspektrum ist wirksam?
- die Rolle des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM)
- Wie lässt sich der Erfolg des Gesundheitsmanagements messen?
- Gesundheits-Netzwerk im Unternehmen
Projektentwicklung
- Projektideen der Teilnehmenden
- strukturelle Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren
- Szenario für die Entwicklung und Umsetzung eines wirksamen Fehlzeitenmanagements
Alle unsere Seminare, auch dieses, können Sie als Inhouse-Seminar buchen. Wir erstellen Ihnen gern ein unverbindliches Angebot – schreiben Sie an info@win-win-work.de.
Seminar: Mitarbeitende motivieren – Fehlzeiten reduzieren (1 Tag)
Umsetzungshilfen und Strategien für ein erfolgreiches Fehlzeitenmanagement – was Ihnen dieses eintägige Seminar bringt
- Ziel des Seminars ist es, Unternehmen und deren Führungskräfte zu unterstützen, das Commitment ihrer Mitarbeitenden zu fördern und eine gesunde Leistungskultur zu schaffen.
- Führungskonzepte wie Supportive Leadership werden praxisnah erläutert. Dabei wird auch auf den Umgang mit „Problemfällen“ eingegangen.
- Kritische Aspekte des Arbeits(zeit)managements (New Work) werden beleuchtet, mit Tipps für eine mitarbeitergerechte Arbeitszeitgestaltung.
- Gesundheitsmanagement wird als integriertes Gesamtkonzept dargestellt, das nicht nur ein Add-on ist, sondern eine Grundlage für die Ausgestaltung der Arbeitssituation selbst.
Wir haben schon so viel versucht – warum hat das nichts gebracht?
- An welchen Symptomen und Indikatoren erkennen Sie den Handlungsbedarf?
- Was wurde bereits unternommen, um Fehlzeiten zu senken, und was hat das gebracht? Erfolgreiche und weniger erfolgreiche Maßnahmen
- Vermutungen hinsichtlich der „wahren“ Gründe von Fehlzeiten
So lässt sich ein erfolgreiches Fehlzeitenmanagement messen: vom KPI-System zum Verstehen der Zusammenhänge
- klassische KPIs für Fehlzeiten – was ist die Benchmark für unser Unternehmen?
- Wie bemerken Sie Präsentismus?
- Methoden für ein tieferes Verstehen der Ursachen und Zusammenhänge vermeidbarer Fehlzeiten
Die Landkarte gesunder und motivierender Arbeitsbedingungen: Wann sind Mitarbeitende wirklich motiviert?
- systematische Darstellung der wichtigsten Rahmenbedingungen und Einflussgrößen
- Arbeit als Motivator: die Bedeutung von Selbstwirksamkeit, Autonomie und Sinn
- Was tun, wenn diese Bedürfnisse durch die Art der Arbeit schwer zu erfüllen sind? Die Bedeutung von Bindung und Zugehörigkeit
- Quick-Check für Ihr Unternehmen: Wo stehen wir in Bezug auf die wichtigsten Einflussfaktoren?
New Work und die Belastungssteuerung in hochflexiblen Arbeitszeitsystemen
- Elemente moderner, hochflexibler und mobiler Arbeits(zeit)systeme
- Auswirkungen auf verschiedene Beschäftigtengruppen (Persona-Ansatz)
- Stressbewältigung und Resilienz: Burn-out und Bore-out vermeiden
- Arbeiten in Zeiten des schnellen Wandels: Ansätze für ein salutogenetisches Change Management
„Faule Äpfel“ – so handeln Sie, wenn Sie einen entdecken
- Mitarbeitende mit auffälligen Fehlzeitenmustern: Wo sind die Grenzen?
- mit Live-Demonstration: Was bringen Manipulationen und Machtgesten?
- Neuaufbau der Führungsbeziehung oder juristische Maßnahmen?
Supportive Leadership: So schaffen Sie Verbindlichkeit
- Vertrauen ist wirklich Gold wert
- Grundhaltung und „Methoden“ unterstützender Führung
- Welche Führungskultur – und wie?
Vom Obstkorb zum integrierten Gesundheitsmanagement
- Wie muss ein wirksames Gesundheitsmanagement gestaltet werden?
Zum Schluss
- Priorisierung Ihrer wichtigsten Handlungsfelder und nächste Schritte
Alle unsere Seminare, auch dieses, können Sie als Inhouse-Seminar buchen. Wir erstellen Ihnen gern ein unverbindliches Angebot – schreiben Sie an info@win-win-work.de.
Führungstraining
Führungstraining Fehlzeiten
Wir bieten ein eintägiges Training an, das Kenntnisse, Grundhaltungen und kommunikative Fähigkeiten für das Fehlzeitenmanagement vermittelt. Ausgehend von der Ursachenanalyse der Fehlzeiten passen wir die Basismodule unseres Führungskräfte-Trainings an.
Einstieg: Betriebsbesuch, Daten und Analyse-Workshop
Im Rahmen eines Betriebsbesuchs vor Ort, an den sich ein halbtägiger Workshop mit Entscheiderinnen und Entscheidern anschließt, analysieren wir, welche spezifischen Faktoren Fehlzeiten erhöhen beziehungsweise auch senken könnten. Wir setzen hierfür systematische Screening-Methoden ein und können zumindest grob-quantitative Aussagen zur Bedeutung der verschiedenen Faktoren treffen. Am Ende entsteht eine SWOT-Analyse zum Thema Fehlzeiten.
Vorab analysieren wir folgende Daten:
- monatliche Fehlzeiten in den letzten 12 Monaten, mit der Unterscheidung innerhalb und außerhalb der Entgeltfortzahlung
- Regelungen und gegebenenfalls Betriebsvereinbarung zum Thema Arbeitszeit
- Schicht- beziehungsweise Dienstplansystem (Welche Schichtrhythmen gibt es im Sommer, im Übergang, im Winter?), idealerweise den tatsächlichen Einsatzplan (Wer hat tatsächlich welche Schicht gearbeitet?)
Optional: Fokusgruppe. Sofern wir im Verlauf des Workshops gemeinsam erkennen, dass es sinnvoll ist, die Sichtweise der Belegschaft unmittelbar zu erfassen, bieten wir eine dreistündige Fokusgruppe an (Zeitaufwand extern ca. ein halber Tag), bei der wir eine Gruppe von 8–12 Mitarbeitenden zu verschiedenen Aspekten befragen.
Ursachen und Einflussfaktoren: Fehlzeiten-Workshop mit SWOT und Strategie
In einem zweiten halbtägigen Workshop fassen wir die Ergebnisse der Analyse zusammen und entwickeln gemeinsam Möglichkeiten, wie Fehlzeiten-Ursachen minimiert und Motivationspotenziale gehoben werden können. Am Ende des Workshops definieren wir die Schwerpunkte für das Führungskräfte-Training, das wir im Folgenden in Grundzügen beschreiben.
Wer trägt wofür die Verantwortung?
Von da ausgehend reflektieren wir die Selbstverantwortung der Mitarbeitenden, die Verantwortung des Unternehmens und die Einflussmöglichkeiten der Führungskraft in Bezug auf die Fehlzeiten. Dabei bieten wir den Führungskräften auch Möglichkeiten zur Selbstreflexion an, was an dieser Stelle einen Lernanker setzt.
Fehlzeiten im Führungsdialog: Willkommens- und Fehlzeitengespräche
Fehlzeiten dürfen nicht ignoriert werden, sondern müssen zur Sprache gebracht werden. Das beruht auf einer dialogischen und wertschätzenden Grundhaltung und einem entsprechenden Kommunikationsstil. Es braucht aber ebenso Klarheit in der Kommunikation des erwarteten Verhaltens.
Willkommensgespräche: Wir diskutieren und üben, wie sie von der Begrüßung an kongruent und ohne doppelte Botschaft umgesetzt werden können.
Fehlzeitengespräche sind dann besonders fruchtbar, wenn ein echter Kontakt zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden entsteht und die wirklichen Fehlzeiten-Ursachen zur Sprache gebracht werden können. Hier ist der wichtigste Trainingsaspekt das Unterlassen schneller Lösungsvorschläge durch die Führungskraft und stattdessen die Unterstützung der Mitarbeitenden, selbst Lösungswege für sich zu finden. Dabei dürfen Mitarbeitende auch konkrete Bitten im Hinblick auf das Arbeitsumfeld äußern. Dieser Teil wird in der Regel in Dreiergruppen geübt (Führungskraft, Mitarbeitende, Beobachtende).
Wenn Vereinbarungen nicht eingehalten werden oder positive Veränderungen ausbleiben, müssen weitere Gespräche geführt werden. Hier geht es darum, das wertschätzende Verhalten beizubehalten und gleichzeitig für die notwendige Klarheit zu sorgen, was die Interessen des Betriebs und die Haltung der Führungskraft angeht. Wir üben solche Gesprächssituationen im Fishbowl, sodass Kommunikationsmöglichkeiten demonstriert, reflektiert und von den Teilnehmenden direkt eingeübt werden können.
Betriebliches Eingliederungsmanagement, psychische Erkrankungen, Stressmanagement
Optional: BEM. Optional gehen wir auch auf das betriebliche Eingliederungsmanagement ein, das Arbeitgeber nach § 167 Abs. 2 SGB IX anbieten müssen, wenn Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind. Dabei ist weniger das Eingliederungsmanagement selbst ein Problem für die Führungskräfte, sondern vor allem der Umgang mit Mitarbeitenden, die dauerhaft nicht mehr voll leistungsfähig sind.
Wahlweise: psychische Erkrankungen oder Stressmanagement. Auf psychische Erkrankungen gehen wir im Rahmen des Fehlzeitenmanagements nur so weit ein, wie sich das Thema im Teilnehmerkreis als aktuelles Problemfeld zeigt. Ein sehr häufiges Problemfeld ist hingegen die Stressbelastung im Team, aber auch die eigene Stressbelastung der Führungskraft. Hier bieten wir optional eine ressourcenorientierte Selbstreflexion, Impulse und einfache Übungen an, damit die Teilnehmenden eine unmittelbare Unterstützung mitnehmen können.
Vertiefung: schwierige Situationen
Im Zuge von Fehlzeitengesprächen können Probleme zutage treten, die in geeigneter Weise anzugehen sind:
- Verfügbarkeitseinschränkungen aufgrund der Lebenssituation,
- gesundheitliche Probleme, die betriebliche Maßnahmen oder ein Eingliederungsmanagement notwendig machen,
- akute Stressbelastungen, die einer Entlastung bedürfen.
Auch hier ist es wichtig, die Mitarbeitenden zu unterstützen, für sich selbst Lösungen zu finden. Vor allem ist es wichtig, dass sie klar benennen, was sie brauchen, und dann zu prüfen, inwieweit das angemessen ist und im betrieblichen Rahmen Unterstützung erfahren kann. Die Basis für den Umgang mit manchmal auch schwierigen Situationen ist eine tragfähige Führungsbeziehung.
Problemfälle
Es gibt einen kleinen Prozentsatz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die von den Führungskräften nur noch schwer zu erreichen sind. Diese kleine Gruppe zieht aber sehr viel Aufmerksamkeit und Ärger auf sich, was das Klima insgesamt negativ beeinflussen kann. Soweit das Thema im Teilnehmerkreis brisant ist, lassen wir einen Erfahrungsaustausch zu, zeigen Ressourcen und Grenzen im Umgang mit problematischen Fehlzeiten-Karrieren auf und richten den Blick dabei auf den Erhalt eines guten Teamklimas. An dieser Stelle setzen wir auch kollegiale Fallberatung ein.
Ausfallmanagement
Ungeplante Fehlzeiten lassen sich nicht auf null reduzieren. Deshalb ist es erforderlich, ein robustes Ausfallmanagement vorzubereiten, das im Hinblick auf Personalbestand, Art des Arbeitszeitsystems (Schicht, Gleitzeit, aber auch moderne Formen) und Strukturmerkmale (Gibt es Möglichkeiten der Querqualifikation? Können Teamverbände gebildet werden?) zu spezifizieren ist. Als Arbeitszeitexperten geben wir einen Überblick über die Grundlagen sowie weiterführende und praktische Hinweise. Damit dies möglichst spezifisch erfolgen kann, sehen wir uns im Vorfeld die wichtigsten Arbeitszeitsysteme in Ihrem Haus an.
Die Storyline der Fehlzeitenprävention
Beispielangebot: Analyse der Ursachen von Fehlzeiten und maßgeschneidertes Training
- Analyse Betriebsbesuch, Datenauswertung, Analyse-Workshop mit Entscheiderinnen und Entscheidern – optional mit Fokusgruppe.
- Fehlzeiten-Workshop SWOT-Analyse, Fehlzeiten-Strategie, Konzeption von Maßnahmen und Schwerpunkte für das Training.
- Führungstraining eintägig, zugeschnitten auf die Ergebnisse: Verantwortung, Führungsdialog, schwierige Situationen, Ausfallmanagement.
Häufige Fragen
Fragen zu Fehlzeiten und Präsentismus
Wie kann ein Unternehmen Fehlzeiten reduzieren?
Indem es die Ursachen behebt, statt Fehlzeiten zu unterdrücken. Unnötige Fehlzeiten sind ein Indikator für Präsentismus und Motivationsverluste. Ein ausschließlich verhaltensorientiertes Gesundheitsmanagement reicht dafür nicht aus, ebenso wenig monokausale Ansätze. Wir arbeiten mit einer Landkarte der Fehlzeiten-Ursachen, die eine klare Diagnose ermöglicht, und setzen danach gezielt an: Gesundheitsmanagement, Arbeitszeit, Arbeitsgestaltung, Führung und Unternehmenskultur. Das senkt nicht nur die Fehlzeiten, sondern verbessert vor allem Leistungsmotivation, Commitment und Betriebsklima.
Was ist Präsentismus?
Präsentismus bedeutet, dass Beschäftigte zur Arbeit kommen, obwohl sie krank oder innerlich nicht mehr bei der Sache sind. Wer fehlt, fehlt sichtbar; wer krank oder demotiviert anwesend ist, fehlt unsichtbar. Präsentismus richtet womöglich noch größeren wirtschaftlichen und persönlichen Schaden an als die Fehlzeiten selbst. Ansätze, die Fehlzeiten bloß unterdrücken, verstärken Präsentismus eher – Zwang erhöht nur den Präsentismus.
Warum arbeiten Sie mit Fokusgruppen?
Weil Fokusgruppen in der Regel die Erkenntnisse liefern, die eine Lösung ermöglichen. Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen finden mit einer systemischen Moderation heraus, was zu erhöhten Fehlzeiten führt – oder was Bereiche mit besonders geringen Fehlzeiten „richtig“ machen. Anders als bei Fragebögen gibt es keine Interpretationshürde, weil sich Ergebnisse direkt im Dialog klären lassen. Wichtig ist, dass kein „Jammertal“ entsteht und keine Sündenböcke gesucht werden. Ergänzend setzen wir wissenschaftlich evaluierte Fragebögen wie WAI oder KFZA ein.
Welche Rolle spielt die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung?
Die Beurteilung psychischer Belastung ist Teil der gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz. Fragebogen-Verfahren wie der KFZA helfen, eine vollständige Übersicht der psychischen Gefährdungen zu erhalten und blinde Flecken zu vermeiden. Tiefere Erkenntnisse über die Situation in einzelnen Bereichen gewinnt man aber erst im direkten Dialog mit den Beschäftigten.
Was lernen Führungskräfte im Führungstraining Fehlzeiten?
Das eintägige Training vermittelt Kenntnisse, Grundhaltungen und kommunikative Fähigkeiten für das Fehlzeitenmanagement und wird auf die vorher analysierten Ursachen zugeschnitten. Themen sind die Verantwortung von Mitarbeitenden, Unternehmen und Führung, Willkommensgespräche ohne doppelte Botschaft, Fehlzeitengespräche mit echtem Kontakt (geübt in Dreiergruppen und im Fishbowl), optional BEM, psychische Erkrankungen oder Stressmanagement, schwierige Situationen, Problemfälle mit kollegialer Fallberatung und das Ausfallmanagement.
Was ist das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM)?
Nach § 167 Abs. 2 SGB IX müssen Arbeitgeber Beschäftigten, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind, ein betriebliches Eingliederungsmanagement anbieten. In unseren Trainings geht es vor allem um den Umgang mit Mitarbeitenden, die dauerhaft nicht mehr voll leistungsfähig sind, und um die Rolle des BEM in einem integrierten Gesundheitsmanagement.
Bieten Sie Seminare zum Thema Fehlzeiten an?
Ja, als Inhouse-Seminare, die wir an Ihre Bedarfe anpassen: „Fehlzeiten minimieren in der Produktion 4.0“ speziell für Produktionsbetriebe – mit Kennzahlen, Ergonomie, Arbeit als Motivator, gesundheitsgerechter Führung, Schichtarbeit, Ausfallmanagement und integriertem Gesundheitsmanagement – sowie das eintägige Seminar „Mitarbeitende motivieren – Fehlzeiten reduzieren“. Zielgruppe sind Personalabteilung, Führungskräfte und Entscheidungstragende, gegebenenfalls auch der Betriebsrat.
Wie nehme ich Kontakt auf?
Schreiben Sie an info@win-win-work.de oder rufen Sie an unter 08131 310 68 72. Im unverbindlichen Erstgespräch klären wir Ihre Ausgangslage und den passenden Einstieg – von der Diagnose über Fokusgruppen bis zum Führungstraining. Die Müller & Mooseder Unternehmensberatung sitzt in Dachau bei München und berät bundesweit.
Kontakt
Bei welchem Anliegen können wir Sie unterstützen?
Ob Diagnose, Fokusgruppen, Inhouse-Seminar oder Führungstraining Fehlzeiten: Im unverbindlichen Erstgespräch klären wir Ihre Ausgangslage und den passenden Einstieg. Schreiben Sie an info@win-win-work.de oder rufen Sie an unter 08131 310 68 72.
Weiterlesen
- Mensch & Arbeit (Übersicht)
- Nachhaltige Arbeitsgestaltung und BGM
- Demografie
- Gesund führen
- Schichtsysteme
- Seminare und Training
Für Kliniken: Themen rund um Personal und Organisation im Krankenhaus auf personal-im-krankenhaus.de.
Stand: 26.10.2026 · Müller & Mooseder Unternehmensberatung, Dachau
